Nala Sinephro: Space 1.8
Die belgisch-karibische Multiinstrumentalistin Nala Sinephro kombiniert auf ihrem Debüt „Space 1.8“ leichten Klavierjazz mit Synthie-Funk-Ausflügen.

Gibt es eigentlich schon das Genre „Bedroom Jazz“? In Zeiten, in denen jedes erdenkliche Instrument an ein Laptop angeschlossen werden kann, kann diese doch meist noch immer auf unverstärkte Ensemble-Improvisation setzende Gattung ja durchaus mal zwischen Bett und Lavalampe entstehen. Dass das funktioniert, zeigt nun Nala Sinephro. Die belgisch-karibische Multiinstrumentalistin mit Wohnort London legt mit „Space 1.8“ ihr Debüt vor.
Es ist ein sehr kurzes Album – zieht man den Song ab, der zum Ausklang 18 Minuten Ambientsounds liefert, zu denen sich vortrefflich auf der Couch wegdämmern lässt. Doch diese 26 Minuten haben es in sich. „Space 2“ ist sommerlich leichter Klavierjazz, „Space 3“ ein Synthie-Funk-Ausflug (Flying Lotus im Geiste), und auf „Space 4“ liefert die gefeierte Saxophonistin Nubya Garcia eines ihrer schönsten Soli überhaupt ab. Die 22-jährige Nala Sinephro spielt Synthesizer und Harfe – und nie hat man dieses typische Debüt-Gefühl, dass hier jemand ganz dringend meint, seine Fähigkeiten unter Beweis stellen zu müssen.
Musik


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