Sofie Royer rechnet im Musikvideo zu Actress mit Hollywood ab
Am Freitag bringt Sofie Royer ihr inzwischen viertes Studioalbum heraus. Vorher prangert die gelernte Violinistin mit ihrer neuen Single den Umgang mit Schauspielerinnen in Hollywood an.

Sofie Royer hatte auf schon drei herausgebrachten Alben reichlich Gelegenheit, ihr Songwriting-Talent als clevere Texterin mit zahlreichen popkulturellen Anleihen unter Beweis zu stellen. Am Freitag bringt die österreichisch-iranische Popsängerin ihr viertes Album „before/after“ heraus, mit dem sie über Vergangenheit und Zukunft nachdenkt und sich sich die Frage stellt, ob die Konflikte zwischen Gestern und Heute nicht eigentlich nur Kämpfe mit uns selber sind. Schon heute erscheint das Musikvideo zur letzten Vorab-Single des Albums. „actress“ wirft einen kritischen Blick auf die Filmindustrie. Mit Inspirationen, etwa von David Lynch, oder Sofia Coppola, wurde die Optik von Sofie Royers Musikvideos entscheidend geprägt.
Regisseur Grégoire Léon-Dufour zeigt im Schnelldurchlauf die Karriere einer jungen Schauspielerin, die von Royer selbst verkörpert wird. Schon für den Casting-Erfolg wird dabei die Bereitschaft, sich oben ohne zu zeigen, zur Bedingung gemacht. Sie bekommt die Rolle. Und sogar einen Award dafür, den Sofie Royer in ihrer Rolle mit einem verstört-befremdeten Blick entgegen nimmt. Auch die Regenbogen-Presse macht natürlich Jagd auf den neuen Hollywood-Star. Als der Ruhm schlussendlich ihre Identität zu verschlucken droht, sieht sie sich zum totalen Objekt der Filmindustrie erniedrigt.
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