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„Paradise Calls“ von Nina Jelinek

Buchcover „Paradise Calls“ von Nina Jelinek

Der österreichischen Autorin Nina Jelinek gelingt mit „Paradise Calls“ eine packende Milieustudie, die so authentisch daherkommt, als ob sie selbst auf Stöckelschuhen in der Szene unterwegs gewesen ist.

„Paradise Calls“ von Nina Jelinek ist unser Krimitipp der Woche.

Sich früh schon den Härten des Lebens auszusetzen, kann für den späteren Berufsweg extrem nützlich sein. Laura, die nach ihrem Studium als investigative Journalistin arbeiten will, stellt sich probeweise einer Herausforderung: Für eine private Rot­licht-Recherche jobbt sie in einem Wiener Callcenter und vermittelt dort Freier an die Sex­arbeiter­innen. Ihr Freund Lukas muss davon ja nicht alles wissen. Der Job wird ein bissl ruppig, als Laura die ermordete Elena entdeckt, die dort als Emmanuelle gearbeitet hat. Ihr Chef Andi will keine Kieberer im Haus, die Leiche soll weg – man kennt da wen, der sich um sowas kümmert.

Er beschwatzt Laura, für ihn den Täter zu finden. Undercover sucht sie also zusammen mit Elenas Kollegin Natascha nach Hinweisen. So findet sich Laura in abgeranzten Kaschemmen und schummrigen Oben-ohne-Bars wieder, wo es nach Drinks, Rauch und einem Parfumpotpourri stinkert. Sie stößt auf zwielichtige Gestalten, die entweder eine große Klappe haben oder sie mit einem schmallippigen „Schleich dich“ abservieren. Die Spur führt zu Branco, der sich in der Unterwelt auskennt, doch bald wird eine Leiche in den Donau­kanal gekippt. Der österreichischen Autorin Nina Jelinek gelingt eine packende Mileustudie, die so authentisch daherkommt als ob sie selbst auf Stöckelschuhen in der Szene unterwegs gewesen ist. Merke: In maunche Weana Beisln bestöst liaba kan Radla …

Mit „Paradise Calls“ hat es Nina Jelinek auf unsere Liste der besten Krimis im Juni 2026 geschafft

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