„Schöne Ruinen“ von Jess Walter
„Schöne Ruinen“ von Jess Walter ist ein Pageturner – und zugleich eine melancholische Meditation über das Älterwerden, die Liebe, die Verantwortung, die wir gegenüber unseren Mitmenschen haben.

„Schöne Ruinen“ von Jess Walter ist unsere Buchempfehlung der Woche
In seinem ursprünglich bereits 2013 erschienenen Roman erzählt Jess Walter eine Liebesgeschichte, die die Jahrzehnte und Ozeane überbrückt. Zugleich ist „Schöne Ruinen“ selbst eine Liebeserklärung an die Macht der Geschichten und des Kinos: Im Jahr 1962 landet die junge Schauspielerin Dee Moray in einem kleinen italienischen Fischerdorf, wo sich der Hotelier Pasquale in sie verliebt. Doch Dee wird ein Kind von Filmstar Richard Burton bekommen, und schon bald muss sie weiterziehen. Viele Jahre später reist Pasquale in die USA, um nach Dee zu suchen, und trifft dort auf den Produzenten Michael Deane, der damals der Auslöser für alles war. Walter springt nicht nur zwischen beiden Zeitebenen hin und her, sondern holt zusätzlich noch Michaels Assistentin Claire, Drehbuchautor Shane und Dees Sohn, den drogensüchtigen Musiker Pat, ins Boot.
Diese bunte Figurensammlung, die überraschenden Wendungen, die Zeitsprünge und viel Humor machen „Schöne Ruinen“ zu einem echten Pageturner. Doch darunter verbirgt sich eine melancholische Meditation über das Älterwerden, die Liebe, die Verantwortung, die wir gegenüber unseren Mitmenschen haben. Wäre es nicht so abgeschmackt, könnte man ohne Weiteres schreiben: ganz großes Kino.
Mit „Schöne Ruinen“ hat es Jess Walter auf unsere Liste der besten Bücher im August 2026 geschafft.
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