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„Letzter Aufruf für die Überlebenden“ von Peter Farris: Wen erwischt’s?

Buchcover „Letzter Aufruf für die Lebenden“ von Peter Farris

Mit „Letzter Aufruf für die Lebenden“ mischt sich Peter Farris unter die Freaks der ländlichen Südstaaten.

In „Letzter Aufruf für die Lebenden“ von Peter Farris spritzt Gehirnmasse an die Wand. Ex-Häftling Hobe erschießt bei einem Banküberfall in einer Kleinstadt im Norden von Georgia eine Kassiererin, lässt sich von deren Kollegen Charlie das Geld in den Wagen schleppen und zwingt ihn einzusteigen. Darauf ist Schwabbelbauch Charlie vom Trainingsvideo beim Entführungsseminar nicht vorbereitet worden. Und schon gar nicht darauf, fortan in einer versifften Berghütte festgehalten zu werden und von Hobes hornyFreundin Hummingbird als Sexobjekt missbraucht zu werden.

Zwar sind Special Agent Sallie Crews und Sheriff Lang auf den Raub- und Entführungsfall angesetzt, doch versteckt sich Hobe vor allem vor Knastkumpel Lipscomb von der Aryan Brotherhood, den er böse gelinkt hat. In dem Debütroman von Peter Farris entwickelt sich zwischen Hobe und Charlie ein ruppiges Vater-Sohn-Verhältnis, welches vielleicht sogar ein biologisches ist. Doch in dem Southern-Noir gibt’s wenig Hoffnung – schon die Anzahl der mitgeführten Hohlspitzgeschosse lässt kein gutes Ende erwarten. Zumal die Ödnis und die Freaks der ländlichen Südstaaten immer auch Überraschungen parat halten: Man trifft auf Klapperschlangen in der Kirche, kann ungünstig in eine Bärenfalle treten – oder beim wilden Rumgeficke ein Glasauge verlieren …

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