Zum Inhalt springen

„Ponies“ bei Sky und Wow: US-Spioninnen mischen Moskau auf

Die Spionageserie „Ponies“ läuft bei Sky und kann bei Wow gestreamt werden.
Emilia Clarke ist Bea, Haley Lu Richardson spielt Twila. Die Spionageserie „Ponies“ läuft bei Sky und kann bei Wow gestreamt werden. (Photo by: Katalin Vermes/PEACOCK) (© 2025 Peacock TV LLC. All Rights Reserved.)

Wenn zwei Frauen plötzlich zur CIA gehen, muss das Gründe haben. So ist es auch bei Bea und Twila in der Serie „Ponies“, die sich nicht damit abfinden wollen, dass ihre Männer im Moskauer Einsatz ums Leben gekommen sind und niemand weiß, wie das geschehen konnte. „Ponies“ läuft jetzt bei Sky und Wow.

„Ponies“ (jetzt bei Sky Atlantic und als Stream bei Sky und Wow“) sind Persons of no interest, denn als Ehefrauen von CIA-Agenten in Moskau werden sie vom KGB an der Jahreswende 1976/77 überhaupt nicht wahrgenommen. Der Chauvinismus im Kalten Krieg der 1970er Jahre hatte also durchaus auch seine Vorteile. Und diesen Chauvinismus nutzen Bea und Twila ausgiebig, nachdem ihre Männer – CIA-Agenten – bei einem Einsatz ums Leben kommen. Ihr Ziel: Sie wollen rauskriegen, wieso und von wem ihre Männer umgebracht wurden.

Sie sind gerade auf der stinklangweiligen Weihnachtsfeier der US-Botschaft in Moskau (voller Spione), als Bea und Twila und Twila erfahren, dass ihre Männer vor kurzem bei einem Flugzeugabsturz im Einsatz als CIA-Agenten ums Leben kamen. Nach einer kurzen, geschmacklosen Verabschiedung werden sie in ihre Heimat geflogen, denn man hat keine Verwendung mehr für die Ehefrauen von zwei Spionen in der Sowjetunion. Doch der Geheimdienst hat die Rechnung ohne die beiden renitenten Gattinen gemacht, die unbedingt in Erfahrung bringen wollen, warum und wie ihre Männer ums Leben kamen. Als sie nicht lockerlassen, macht sich Dane (Adrian Lester, „Euphoria“, „Romeo & Juliet“) Gedanken über die Verwendbarkeit der beiden in der Spionage. Schnell wird ihm klar: Das sind Ponies! Kein russischer Spion hat Frauen als Gefahrenquelle auf dem Schirm, denn außer Kochen und Putzen können die eh nix! Mit minimaler Einarbeitung werden Twila und Bea offiziell zu Sekretärinnen in der Botschaft, inoffziell aber werden die beiden in Einsätze geschickt. Schon schnell müssen sie die ersten kniffligen Situationen übersehen, sie brechen in fremde Wohnungen ein, nehmen Kontakt zu russischen Informantinnen und Informanten auf, kaufen Informationen und machen sich durchaus auch an KGB-Agenten ran. Dabei haben die fließend russisch sprechende Bea – als Kind sowjetischer Einwanderer macht sie sich an den KGB-Agenten Andrei (Artjom Gilz, „Das Boot“) ran –  und die sich im Feld robust durchsetzende Twila nicht nur völlig unerschiedliche Ansätze bei der Arbeit (Twila ist in der Regel Beas Absicherung im Hintergrund und setzt schon mal eine Kneipe in Brand, um Bea vor dem KGB zu retten). Sie sind auch vom Charakter her völlig unterschiedlich, was (Emilia Clarke, „Game of Thrones“ „Last Christmas“) als Bea und Haley Lu Richardson („The white Lotus 2“) als Twila hervorragend auf den Bildschirm bringen. Regisseurin Susanna Fogel („Utopia“, „The Flight Attendant“) hat mit „Ponies“ keine reine Spionageserie gedreht, vielmehr geht viel Handlung und Dialog in Richtung Comedy, wobei die kleinen Gesten und kurze Dialogsequenzen zeigen, wie viel Arbeit in diese Serie geflossen ist.

Beitrag teilen:
kulturnews.de
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.