„Requiem“ von Irmin Schmidt: Eine Meditation über das Verschwinden und Vergessen
Irmin Schmidt war als Keyboarder von Can legendär. Die sanften Klänge seines neuen Album „Reqiuem“ regen zum Nachdenken an.

Irmin Schmidt ist 88, das letzte überlebende Gründungsmitglied von Can – und nennt sein Album auch noch „Requiem“. Da nicht über Vergänglichkeit nachzudenken, ist schwierig, doch zum Glück will Schmidt genau darauf hinaus. Sollte es Weisheit geben, kann man davon ausgehen, dass der Mann, der als Keyboarder von Can einst die Musikwelt revolutioniert hat, sie gefunden hat. Und muss durchaus Geduld mitbringen, wenn man daran teilhaben will: „Reqiuem“ ist in zwei etwa 20-minütige Hälften geteilt, die aus field recordings aus Schmidts Garten und seinem manchmal präparierten Klavier bestehen.
Was nicht heißt, dass hier alles heil und harmlos klingt: Die idyllischen Klänge von Vögeln und Insekten in „Part 1“ werden von einem immer lauter anschwellendem, industriellem Stampfen unterbrochen, und das atonale, abgehackte Klavier in „Part 2“ beschwört ein Unbehagen herauf, das auch der rauschende Regen nicht überdecken kann. „Reqiuem“ ist eine Meditation über das Verschwinden und das Vergessen – und wird hoffentlich dafür sorgen, dass Schmidt noch lange nicht vergessen werden wird.
Musik

- News

Immer ein Schritt von Streichelt: Mit Melancholie aus der zweiten Reihe
- Tourneen |
- Live

The Australian Pink Floyd Show 2027 zurück auf der Bühne
Hörenswert

Hmltd haben ihr drittes Studioalbum Fangs released
Tanzende Vampire, die ihr Spiegelbild suchen: Hmltd meldet sich mit drittem Studioalbum zurück und liefert ein neues elektronisches Konzept.

BEABADOOBEE geht erstmals auf Arenatour
und, ein Gastauftritt und große Arenen: Beababoodee wagt mit ihrem Album „Pylon“ den nächsten Schritt

THE SCRIPT live auf Tour
Nach der Trauer geht es wieder Bergauf: The Script ist auf Tour mit zweitem Album seit dem Tod von Mark Sheehan.
