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„Bones“ von Rickolus: Jugend im Rückspiegel

Auf „Bones“ klingt Rickolus mal wie Randy Newman, mal wie Bruce Springsteen – und mitunter gar wie Sebadoh.

albumcover „Bones“ von Rickolus

Es mag Lesende geben, die diese Erfahrung mit Rickolus teilen: „Look in the mirror see the years written on your face“, singt er gleich im Opener „Beach Town“, um dann den nostalgischen Blick zurück zu wagen. Auf „Bones“ geht es um das Aufwachsen in Jacksonville Beach, Florida, um durchfeierte Nächte ohne Zukunftssorgen, prägende Orte und Begegnungen und die versunkene Welt der 90er. Wer aber ist eigentlich dieser Typ, der mal wie Randy Newman, mal wie Bruce Springtsteen und mitunter gar wie Sebadoh klingt?

Rickolus alias Rick Colado hat als Jugendfreund von Radical Face mit dem Musikmachen begonnen, er hat vor 20 Jahren die Garagenpopband Julius Airwave gegründet und als Songwriter etliche Soloalben veröffentlicht, die hierzulande allerdings nur Auskenner:innen wahrgenommen haben. Es ist dem geschmackssicheren Hamburger Label Buback zu verdanken, dass diese wunderschöne Reflexion über das Älterwerden jetzt auch bei uns mit mehr Aufmerksamkeit erscheint, und wer in diesem Monat ein Konzert der Gruppe Tocotronic besucht, könnte im Vorprogramm auf Rickolus treffen. Moment, ausgerechnet bei Tocotronic, die uns immer vor Nostalgie gewarnt haben? Schon okay, schließlich gibt es auf „Bones“ auch den Song „Out here“, der das mit der Verklärung ins richtige Verhältnis setzt.

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