
Jerry Paper: Abracadabra
So angenehm wie die Selbstironie vieler Texte ist, so monoton wirkt der Regenbogen-Sound, dem es schwer fällt, auf Albumlänge zu funktionieren.

So angenehm wie die Selbstironie vieler Texte ist, so monoton wirkt der Regenbogen-Sound, dem es schwer fällt, auf Albumlänge zu funktionieren.

Neben seiner langjährigen Band hat sich Jason Isbell auf „Reunions“ viel prominente Unterstützung geholt – die leider die gleichförmigen Songs nicht rettet.

Nachdem Moses Sumney mit „Aromanticism“ die romantische Zweierbeziehung zerlegt hat, begibt er sich mit „grae“ auf Identitätssuche in die Grauzone.

Seine unheilvollen Begierden lebt Mike Hadreas als Perfume Genius aus – weil er hofft, sie im Songformat kontrollieren zu können.

Die Musik von Lavalle lässt sich am ehesten der Neoklassik zuordnen, dabei sind die Stücke des Pianisten so eingängig wie längst liebgewonne Popsongs.

Mit „Starz“ besinnt sich der Emorap-Pioneer Yung Lean auf HipHop – doch auch hier weitet er seine Musik mit Shoegaze-Anklängen und Pop-Eingängigkeit aus.

Keine Angst: Das erste Neubauten-Album seit zwölf Jahren, zudem ausgerechnet zum Jubiläum, ist natürlich nicht so plump resümierend, wie der Titel klingt.


Wie schon den Vorgänger spielte Verneri Pohjola „The Dead don’t dream“ mit alten Bekannten ein. Komplex und zugänglich, elegant und wunderbar durchhörbar.

Julia Marcell verliert sich über weite Strecken in Pathos und Kitsch. Bitte in der Gruft versenken und auf die Auferstehung der Künstlerin hoffen.