
Von Hackbrettern, Akustik- und E-Gitarren: Die Alben der Woche
Öko-Metal mit Hackbrett von Botanist, Neo-Grunge von Emma Ruth Rundle und zarter Singer/Songwriter von Jon Flemming Olsen. Die Alben der Woche.

Öko-Metal mit Hackbrett von Botanist, Neo-Grunge von Emma Ruth Rundle und zarter Singer/Songwriter von Jon Flemming Olsen. Die Alben der Woche.

Dass Postrock und Sludge Metal zusammengehen, leuchtet ein – aber Emma Ruth Rundle und Thou gehen über das Erwartbare hinaus.

Botanist machen Öko-Metal mit Hackbrett statt Gitarren. Jenseits aller Gimmicks ist diese Musik allerdings zart, abgründig und unendlich schön.

Man kennt ihn aus „Dittsche“, aber Jon Flemming Olsen macht auch Musik. Sein drittes Soloalbum „Mann auf dem Seil“ hat Olsen mit einem Streichquartett aufgenommen.

Ist das eigentlich noch Jazz? Irgendwie ja, irgendwie nein, aber gerade deswegen gehören Shalosh mit zu den vielseitigsten Vertretern des Genres.

Als Orchestermusikerin ist Nesrine Belmokh längst in der obersten Liga angekommen. „Nesrine“ ist ihr erstes Album mit eigenem Material.

„My Echo“ ist Laura Veirs’ Scheidungsalbum, und es macht die Verunsicherung eines aus den Fugen geratenden Lebens spürbar.

„Love is the King“ ist sanfter und zugänglicher als die letzten Soloalbum des Wilco-Bandleaders Jeff Tweedy – schönste elektrische Melancholie.

Das neue Actress-Album taugt kaum zum rhythmischen Umherzucken. Umso besser passt es ins zwangsweise erstarrte und doch instabile 2020.

John Darnielle ist schon seit Langem mit den Gefahren der Außenwelt vertraut. Auch mit „Getting into Knives“ sind seine Mountain Goats die besten Begleiter für die Pandemie.