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„Smalltown Stardust“ von King Tuff: Hotzenplotz auf Pilzen

„Smalltown Stardust“ von King Tuff

King Tuff hat den idealen Stimmungsmacher für alle, die noch Dinosaur-Jr.-Platten im Kinderzimmer des elterlichen Einfamilienhauses horten.

Wie Räuber Hotzenplotz auf Magic Mushrooms präsentiert sich Kyle Thomas alias King Tuff. Der Titel seines fünften Albums bestätigt diesen Eindruck ebenso wie die psychedelischen Arrangements mit Schmusedrums und sich räkelnden Gitarrenakkorden – Fleetwood Mac und Matthew E. White lassen grüßen. Dazu gibt es Songtitel wie „Loveletters to Plants“, „Portrait of God“ und eine einmütige, von einer Kinderstimme angeleitete Meditation. Dass sich der US-Amerikaner nicht zu sehr auf seinem spirituell-psychedelischen Trip verliert, liegt auch an Co-Autorin und Produzentin Sasami, mit der Thomas in Los Angeles zusammenwohnt.

Gemeinsam rücken sie vom Psychrock der 70er ab und wenden sich Grunge und Alternative Rock der 90er zu, sodass einige Songs auch mit rockigen Slackermomenten überraschen. Ein Schelm, der hier auf Sub Pop als veröffentlichendes Label schielt. „Smalltown Stardust“ funktioniert überraschend gut als lässiger Stimmungsmacher für Ex-Kiffer, die ihre Dinosaur-Jr.-Platten noch im Kinderzimmer des elterlichen Einfamilienhauses horten. Was durchaus als Kompliment gemeint ist.