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„Finally, new“ von They Hate Change: Gibt’s ja gar nicht!

Mit „Finally, new“ setzen They Hate Change ein paar Dinge um, die es im Rap dann doch eher selten gibt.

portraitfoto They Hate Change
Foto: Tyree Anderson

Wie der Titel verrät, beanspruchen They Hate Change für sich, mit ihrem Debüt etwas nie Dagewesenes zu veröffentlichen. Bescheidenheit sucht man im HipHop generell vergeblich, doch das Duo aus Tampa, Florida meint es ernster als viele Kolleg:innen.

Zum Beispiel ist die Musik von They Hate Change nur sehr bedingt als HipHop zu bezeichnen, zu stark orientieren sich die Beats an der harscheren Kante des Dancefloors. Und tatsächlich bekommen Dre und Vonne, die beide auch DJs und Producer sind, auf diese Weise einen nicht nur originellen, sondern auch beeindruckend kohärenten Sound hin: staubtrockene Drums, spröde Elektronik, fast keine Melodien.

Wenn etwa in „Breathing“ ein karibisch angehauchter Rhythmus in kürzester Zeit erst zu einem klassischen HipHop-Beat und dann zu einem Breakbeat-Inferno wird, stimmt die Selbststilisierung. Dabei gehen allerdings die Raps manchmal fast unter, auch weil They Hate Change hier weniger innovativ sind – mit Ausnahme von „Some Days I hate my Voice“, wo Vonne die eigene nichtbinäre Identität kommentiert. Auch das gibt es im Rap noch eher selten.

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