Trade Wind: Certain Freedoms
Auf ihrem zweiten Album entfernen sich Trade Wind von ihren Rock-Roots und suchen die Nähe zum Psychedelischen.

Moshpit, Violent Dancing, Pogo – mit solcherlei schweißtreibendem Aggressionsabbau im Publikum haben Jesse Barnett (Stick To Your Guns) und Tom Williams (Stray From The Path) im Allgemeinen zu tun, wenn sie mit ihren Hardcorebands auf Tour sind. Bei ihrem Sideprojekt Trade Wind dürfte vor der Bühne allerdings maximal gewippt werden, denn hier verarbeiten die alten Recken die Schattenseiten des Lebens nicht in aggressiven Riffs, sondern in wunderbar dahinplätschernden, sphärischen, manchmal auch schon fast psychedelischen Songs. Was nicht heißen soll, dass Gitarren und Schlagzeug arbeitslos wären, vielmehr kuscheln sie sich mit den Synthies und dem melancholischen Gesang zu einem soghaften Ganzen zusammen. „Certain Freedoms“ ist eines dieser Alben, die man stundenlang im Dauerdurchlauf hören kann, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht. Chapeau!
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