„Twilight Override“ von Jeff Tweedy (Wilco): Kreativität frisst Dunkelheit
30 Songs setzt Wilco-Frontmann Jeff Tweedy der politischen Dämmerung in den USA entgegen. Was sonst sollte ein Songwriter seines Kalibers tun?

111 Minuten Spielzeit? Ein Dreifach-Album? Jeff Tweedy hat die entgeisterten Reaktionen schon geahnt. „Yes! Like a goddamn triple record!“ schreibt der Wilco-Frontmann in den Liner Notes seiner neuen Soloplatte, und man meint den amüsierten Unterton des smarten Singer/Songwriters herauszuhören. Die Politik frustriert auch Tweedy, diese stets verrätselt-sensible Stimme der US-Indie-Szene, jedoch: „What else do I have but my songs?“ Lyrisch unendliche Melancholie, Nachdenken über Vergänglichkeit.
Die titelgebende Dämmerung überwindet Tweedy mit Unterstützung von Gitarrist James Elkington und den Söhnen Spencer und Sammy, und erstaunlichem Optimismus in den Arrangements. Akustik-Gitarren dominieren, vieles atmet Americana-Leichtigkeit, manches Krautrock-Lässigkeit. Viel zu viele Songs, 30 an der Zahl, doch die Hälfte davon ist wirklich grandios. „Feel Free“, ein Pulsieren, das nie aufhört: „Make a record with your friends/Sing a song that never ends“. Tweedys Fazit gibt Hoffnung: Kreativität frisst die Dunkelheit.
Musik

- News

Immer ein Schritt von Streichelt: Mit Melancholie aus der zweiten Reihe
- Tourneen |
- Live

The Australian Pink Floyd Show 2027 zurück auf der Bühne
Hörenswert

Hmltd haben ihr drittes Studioalbum Fangs released
Tanzende Vampire, die ihr Spiegelbild suchen: Hmltd meldet sich mit drittem Studioalbum zurück und liefert ein neues elektronisches Konzept.

BEABADOOBEE geht erstmals auf Arenatour
und, ein Gastauftritt und große Arenen: Beababoodee wagt mit ihrem Album „Pylon“ den nächsten Schritt

THE SCRIPT live auf Tour
Nach der Trauer geht es wieder Bergauf: The Script ist auf Tour mit zweitem Album seit dem Tod von Mark Sheehan.
