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„Yatta!“ von Yin Yin: Jetzt auch mit Yang?

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Mit dem vierten Album geht die Psyfunk-Band Yīn Yīn auf der Suche nach dem verlorenen Yang – und findet zu sich selbst.

„There’s no Yin without Yang“ verkündet eine Stimme im Opener des vierten Albums der niederländischen Psyfunkband YĪN YĪN. Damit sei dann auch das Geheimnis des Lebens gelöst, so Alan Watts, der verstorbene Dozent, Hippie und selbsterklärte philosophische Entertainer, dem die Stimme gehört. Erstaunlich, dass es das Quartett mit dem Doppel-Yin ganz ohne Yang so weit gebracht hat. Das soll sich nun aber ändern.

Und der Titel des ersten Songs setzt die Agenda: „In Search of Yan“. Ob die Suche erfolgreich war? Zunächst: Den vier Jungs aus Maastricht ist erneut ein souverän schmeichelndes Soundgemisch aus Italo-Disco, japanischem Citypop und Thai-Funk gelungen, das zu gleichen Teilen funkelt und rumpelt. Letzteres macht dieses Album aber erst spannend. Zum ersten Mal hat die Band alles live aufgenommen, was uns so schön verhangene Songs wie „Lecker Song“ oder „Night in Taipei“ beschert. Der Sound immer im Gleichgewicht. Nur bei „Slow Burner“, der überraschend 808-Cowbells mit Desertrockgitarren und mönchsartigen Lauten verbindet, gerät die Groovemaschine in fantastische Schieflage. Womöglich braucht es Yang dann doch nicht.

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