MUSIK

Die besten Alben der Woche

Mavi Phoenix Randy Kambodscha
Mavi PhoenixFoto: Randy Kambodscha

Mut zur Inspiration beweisen diese Woche gleich mehrere Künstler:innen. Federico Albanese nimmt sich für seine Introspektion Marcel Proust zum Vorbild, während Lo Moon sich erneut auf Talk Talk berufen. King Hannahs langerwartetes Debüt mag dagegen oberflächlich Ähnlichkeit mit Lana Del Rey besitzen, entpuppt sich aber als eigenständiges Werk. Und „Marlon“ von Mavi Phoenix ist zwar kein Debüt, schlägt aber gänzlich neue musikalische Pfade ein.

Mavi Phoenix: Marlon

Wenn Musiker:innen ein Album nach sich selbst benennen, geht es ans Eingemachte. Für Mavi Phoenix’ zweites Album „Marlon“ gilt das umso stärker, denn der Name ist zugleich Symbol für Mavis wahre Identität als trans Mann. Zwar hatte der Österreicher sein Coming-out schon vor dem Erstling „Boys Toys“ von 2020, doch erst „Marlon“ fühlt sich an, als wäre er endlich ganz in seinem neuen Leben angekommen – was auch an der radikal anderen, poppunkigen Musik liegt. Wie die im Detail klingt, könnt ihr hier lesen.

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Lo Moon: A modern Life

Von Talk Talk bis Coldplay: Die Band aus Los Angeles trägt ihre Einflüsse mitunter ein wenig zu offen zur Schau. Doch „A modern Life“ ist ein durchaus solides Poprock-Album – wenn es gelingt, es durch den Wald aus Anspielungen zu erkennen. Hier gibt es unsere ausführliche Rezension der neuen Platte.

„A modern Life“ gibt es bei Amazon und bücher.de zu kaufen.

Federico Albanese: Before and now seems infinite

Auch, wer die Kombination „Klavier + Elektro“ sonst satt hat, sollte diesem Album von Federico Albanese eine Chance geben. Denn der Italiener ist ein großer Geschichtenerzähler, der sich für sein neues Album von Marcel Proust hat inspirieren lassen – und dazu Synthesizer, Bass, Field Recordings, Flöte, Klarinette und zwei Gastsänger:innen hinzugezogen hat. Lest unsere Review des Albums hier.

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King Hannah: I’m not sorry, I was just being me

Das langerwartete Debüt des Duos ist draußen – und hält in großen Teilen, was die Singles versprochen haben. Obwohl die Stimme von Sängerin Hannah Merrick mehr als nur ein bisschen mit der von Lana Del Rey gemeinsam hat, ist ihr und Craig Whittle eine abwechslungsreiche Platte gelungen: manchmal leicht psychedelisch, manchmal folkig, eine Prise Postrock, hier und da TripHop-Einflüsse. Musik, wie geschaffen für das Roadhouse aus „Twin Peaks.“

„I’m not sorry, I was just being me“ gibt es bei Amazon und bücher.de zu kaufen.

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