„AllA“ von Surma: Björk aus Portugal?
Es klickt, surrt und rauscht: Mit ihrem Artpop erschafft Surma auf „AllA“ ihr ganz persönliches Klanguniversum.

Wenn irgendwo eine Frau mit markanter Stimme Musik macht, die nicht perfekt ins Mainstreamraster passt, haben 99 Prozent der Kritiker:innen schon die Finger auf den Tasten B, J, Ö, R und K. Räumen wir den Vergleich also direkt aus dem Weg: Ja, Surmas neues Album erinnert in bester Weise an Björk, doch das hat weniger mit Songwriting oder Gesang zu tun als mit dem unbedingten Fokus auf Textur. „AllA“ klickt, surrt und rauscht wie einst „Vespertine“, doch durch die Kombination mit jazzigem Folk schafft die Portugiesin ihr ganz eigenes klangliches Universum.
Über akustischen Studioskizzen legt Surma elektronische Effekte, macht aus Balladen urplötzlich Clubtracks („Did I drop Acid and this is my Ego Death?“) und aus einem Protestsong eine werbetaugliche Hymne („Islet“). Dass das zweite Album der studierten Kontrabassistin trotzdem nie sperrig klingt, sondern wie eine Party mit Musiknerds, liegt daran, dass es irgendwie genau das ist: Auf mehr als der Hälfte der Tracks hat Surma mit Freund:innen aus aller Welt kollaboriert.
Musik


Ansingen gegen die Angst: Lael Neale geht auf Tour
- Storys

Frei und radikal: Actress verneigt sich vor den Geistern der Avantgarde
Hörenswert

- Review
Nocturne von WASIA PROJECT: Eine Umarmung der Einsamkeit
Das bittersüße Album von Wasia Project vereint Gefühle von Einsamkeit und Verbundenheit. Auch klanglich zieht einen das Duo in den Bann: Nocturne schwebt zwischen Club-Sound und Piano-Pop.

Shygirl ist zurück: Neues Album Swallow! erscheint im November
Die Londoner Künstlerin, zuletzt Support-Act auf Troye Sivans und Charli xcxs „Sweat“-Tour, legt das Erscheinungsdatum ihres neuen Albums vor und startet die neue Ära mit einem kinoreifen Musikvideo.

Bonobo im Interview: Raus aus dem Hamsterrad
Nach 25 Jahren als Bonobo laufen Simon Greens Songs auf TikTok schon als Klassiker. Hat er deshalb gerade sein letztes Album aufgenommen?
