Chromatics hinterlassen mit „Closer to Grey“ große Rätsel
Chromatics veröffentlichen ihr Album „Closer to Grey“ und überlassen ihren Hörer:innen ein Rätsel, das die Ziffer Sieben beinhaltet.

Wer hätte noch mit einem neuen Album der Chromatics gerechnet? „Dear Tommy“, der Nachfolger ihres Meisterwerks „Kill for Joy“, war 2015 bereits im Kasten – doch Produzent und Bandmitglied Johnny Jewel ließ nach einer Nahtoderfahrung sämtliche Kopien zerstören. Die Band nahm das Album komplett neu auf, doch bis heute fehlt jede Spur davon. Stattdessen haben die Chromatics mit „Closer to Grey“ über Nacht eine andere Platte veröffentlicht, die sich nicht so anhört, als wären sie sieben Jahre lang kaum aktiv gewesen.
Die römische Sieben
Zu Anfang referenziert die Band ihren eigenen Song „Tick of the Clock“, bevor sie mit dem verhangenen Simon-&-Garfunkel-Cover „The Sound of Silence“ an ihre lose Serie von Klassiker-Aneignungen anknüpt – und sich mit ihrem somnambulen Trademark-Elektropop nach einem Auftritt in David Lynchs „Twin Peaks“-Neuauflage auch für eine vierte Staffel empfiehlt. Doch obwohl „Closer to Grey“ ein gutes Album ist und die Chromatics ihre Komfortzone etwa mit dem basslastig um ein John-Carpenter-Thema kreisenden „Whispers in the Hall“ songweise verlassen: Größere Rätsel geben die Hintergründe auf. Warum ist ihr fünftes Album mit einer römischen Sieben beschriftet – und heißt das, dass wir „Dear Tommy“ noch zu hören kriegen?
Musik


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