Common: A beautiful Revolution Pt. 1

Loma Vista Recordings
HIPHOP Wie zahllose andere amerikanische Künstler*innen ist auch Common unzufrieden mit dem Status quo, mit Rassismus, systematischer Unterdrückung, Ausbeutung. Doch wo Kolleg*innen wie Run The Jewels dieses Jahr wütender klangen als je zuvor, ruft der Rapper aus Chicago auf seinem neuen Projekt zur schönen, gewaltlosen, liebevollen Revolution auf. Entsprechend sanft schmeicheln viele Tracks, die vorrangig von einer Liveband eingespielt wurden. Die sonnigen Jazzvibes erinnern an frühere Projekte wie Commons vorrangig von Kanye West produzierten Klassiker „Be“, und es findet sich mehr als eine Anspielung auf Commons alten Kumpel. Doch Common ist im Gegensatz zu Ye nicht nur der bessere Rapper, sondern auch einer von den Guten geblieben – bis auf eine verunglückte Impfskeptiker-Zeile („Fallin’“) bleibt er der Conscious Rapper, den man problemlos seiner Oma vorspielen kann. Die wird sich auch über das minutenlange Mundharmonikasolo freuen, das „Courageous“ abschließt und „A beautiful Revolution Pt. 1“ für kurze Zeit in Folkgefilde entführt. mj
Musik

- Storys

Frei und radikal: Actress verneigt sich vor den Geistern der Avantgarde
- Review

Nocturne von WASIA PROJECT: Eine Umarmung der Einsamkeit
Hörenswert

Shygirl ist zurück: Neues Album Swallow! erscheint im November
Die Londoner Künstlerin, zuletzt Support-Act auf Troye Sivans und Charli xcxs „Sweat“-Tour, legt das Erscheinungsdatum ihres neuen Albums vor und startet die neue Ära mit einem kinoreifen Musikvideo.

Bonobo im Interview: Raus aus dem Hamsterrad
Nach 25 Jahren als Bonobo laufen Simon Greens Songs auf TikTok schon als Klassiker. Hat er deshalb gerade sein letztes Album aufgenommen?

Ein echter Songwriter: This is Lorelei im Interview
Das neue Album von Nate Amos alias This Is Lorelei ist das bisher simpelste – und hat genau deshalb am meisten Mühen gekostet.
