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„Crooks – Staffel 2“: Noch mehr Sprüche, noch mehr Geballere

Sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen: Frederick Lau und Christoph Krutzler in „Crooks“. Staffel 2 der astionlastigen Krimiserie kann jetzt bei Netflix gestreamt werden.
Sind auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen: Frederick Lau und Christoph Krutzler in „Crooks“. Staffel 2 der astionlastigen Krimiserie kann jetzt bei Netflix gestreamt werden. (Cr. Courtesy of Netflix © 2026)

Frederick Lau und Christoph Krutzler haben’s wieder getan: Ab sofort kann bei Netflix Staffel 2 der Serie „Crooks“ von Marvin Kren gestreamt werden.

Neue Staffel, altes Thema: Wegen einer ominösen russischen Goldmünze verlagert sich die bleihaltige Handlung der so actionreichen wie comichaft brutalen Serie von Österreich nach Bangkok, ohne dass Wien und das österreichische Bergland vernachlässigt würden. Wieder werden Charly und Joseph von gleich mehreren Mafia-Organisationen und der Berliner Kriminalpolizei gejagt: Vor zwei Jahren ging die erste Staffel auf Sendung, ab sofort kann bei Netflix Staffel 2 der Actionthrillerserie „Crooks“ gestreamt werden.

Und mit Mafia ist nur sehr oberflächlich umschrieben, was hier abgeht: Gleich mehrere Banden Wiens sind involviert, auch aus Russland rivalisieren zwei Clans bis nach Berlin und Wien, in Bankkok begehrt eine kleine niederländische Mafiabande gegen die einheimische Übermacht auf, und aus Berlin will ausgerechnet die Kriminalpoliziei mitmischen. Zu unübersichtlich? Ach was. Zusammengehalten wird dieses Chaos von Charly und Joseph. Ihr Einsatz in Bangkok in den ersten drei gesichteten der insgesamt sechs Folgen ist verdammt körperbetont, normale Menschen wären schon nach einer Folge tot, doch nicht so Frederick Lau („Call my Agent: Berlin“, „Testo“) als Panzerknacker Charly mit Faustkampferfahrung und Joseph (Christoph Krutzler, Wiener Volkstheater, spielte in Salzburg im „Jedermann“ den dicken Vetter), den einfach nichts umbringen kann, wie wir bereits aus der ersten Staffel wissen. Dass Charlys Ex Samira (Svenja Jung, „Der Palast“) nichts mehr von ihrem Ex wissen will, hilft ihr nicht viel, denn Charly wird erpresst: Entweder er holt die russische Münze nach Berlin, oder er wandert in den Knast und seiner Familie ergeht es schlimm. Während er also nach Bangkok fliegt und dort von Joseph die Münze bekommen soll, verfolgen gleich mehrere unterschiedliche Gruppen Samira und ihren Sohn Jonas in die österreichischen Berge.  Showrunner Marvin Kren („German Genius“, „Freud“) hat die zweite Staffel von „Crooks“ noch actionreicher, noch brutaler inszeniert. Anstelle des südfranzösischen Settings findet zumindest bis zur Hälfte der zweiten Staffel die meiste Action in den Gassen von Bangkok zwischen Nachtklubs, Puffs und Karaokebars statt, führen Verfolgungsjagden durch die Märkte der Großstadt und in die Küchen heruntergekommener Restaurants, ganz vorne mit dabei: ein Schnitzel-Fast-Food-Laden in der Hand schrägster österreichischer Expats mit dubiosem Leumund. Wieder soll Humor die Brutalität der Handlung auflockern, doch gelingt ihr das nur selten. Und das, obwohl der überaus schwarze Humor sehr gut inszeniert ist, vor allem wenn die Bühnenschauspieler Lukas Watzl und Georg Friedrich als Rio und Zwanziger aus dem Wiener Untergrund zum Einsatz kommen. Andererseits ist die gezeigte Gewalt in ihrer behaupteten Harmlosigkeit trotz allem verharmlosend und schlicht zu deutlich und zu explizit, sie wirkt in ihrer unglaubwürdigen Überzogenheit wie aus einem Comic entlehnt. Dass diese Kombination seit langem ein international stark nachgefragtes Format darstellt und sich „Crooks“ damit weiterhin einer weltweit hohen Nachfrage bei Netflix erfreuen darf, dürfte sicher zu einer weiteren Staffel führen.

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