Zum Inhalt springen

Der Georg-Büchner-Preis 2026 geht an Christine Wunnicke

Portraitfoto Christine Wunnicke, die mit dem Georg-Büchner-Preis 2026 ausgezeichnet wird
(Foto: Gene Glover)

Christine Wunnicke erhält den von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgelobten und mit 50 000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2026.

Zuletzt stand Christine Wunnicke mit „Wachs“ auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2025, der Roman erscheint am 22. Juli bei Diogenes als Taschenbuch. Jetzt erhält sie den Georg-Büchner-Preis 2026. Der von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgelobte Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 24. Oktober 2026 in Darmstadt überreicht – »für ihr stets überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk« (aus der Begründung der Jury). Die Laudatio hält die Schriftstellerin Judith Schalansky.

Christine Wunnicke, geboren 1966, lebt in München und Berlin. Sie schreibt Romane, biografische Literatur und Hörspiele, und übersetzt aus dem Englischen und Italienischen. Ihre Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis, dem Jean-Paul-Preis und dem Literaturpreis der Darmstädter Jury. Ebenso wie „Wachs“ stand auch ihr vorletzter Roman, „Die Dame mit der bemalten Hand“ (2020) auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Die Begründung der Jury:

„Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2026 Christine Wunnicke für ihr stets überraschendes und souverän konzipiertes Erzählwerk, das an so unterschiedlichen Schauplätzen wie Hollywood, Nagasaki oder Paris angesiedelt ist. Die Verblüffungskraft dieses Œuvres, sein unbekümmerter Eigensinn, die unbeirrbare Arbeit eines Vierteljahrhunderts beeindrucken die Leserinnen und Leser, die mit jedem Buch in eine neue faszinierende Auseinandersetzung zwischen Fakt und Erfindung verwickelt werden. Christine Wunnickes brillante Kunst macht im vermeintlich Historischen das Fiktionale sichtbar und ermöglicht so einen entlarvenden Blick auf die europäische Wissenschafts- und Kolonialgeschichte, ohne dabei die Empathie für ihre Figuren zu verleugnen. Wie nur selten vereinen sich in diesen Romanen, getragen von subtilem Sprachwitz und dem Verzicht auf Selbstreferenz, das Unterhaltende und die anspruchsvolle Reflexion auf so großartige wie diskrete Weise.“

Und noch eine Auszeichnung: Elias Hirschl erhält den Düsseldorfer Literaturpreis 2026

Beitrag teilen:
kulturnews.de
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.