„Einsatz in Donezk“ von Henning Rabe
Mit „Einsatz in Donezk“ überspitzt Henning Rabe wieder einmal genüsslich und mit viel schwarzem Humor die chaotischen Realitäten politischer Ereignisse.
Februar 2022 im Donbass: Der deutsche Agent Eisenmann im Dienste des russischen Geheimdienstes meldet seinem Oberst, dass seine Truppe an der Kontaktlinie auf Amerikaner in russischen Uniformen gestoßen ist. Sie selbst wollten eigentlich gerade in ukrainischen Uniformen eine Sabotageaktion an einem russischen Sender durchführen, um diese dann den Ukrainern anzulasten. Henning Rabe überspitzt in seinem neuesten „Einsatz“-Roman wieder einmal genüßlich und mit viel schwarzem Humor die chaotischen Realitäten politischer Ereignisse.
Der Berliner Henrik Eisenmann ist vieles – Freelance-Agent, Elitekämpfer, Moral-Akrobat. Im Februar 2022 holt ihn der russische Geheimdienst für einen Einsatz im Donbass – getarnt, top-secret, scheinbar harmlos. Doch während er sich mit zweifelhaften Kameraden durch ein absurdes Trainingslager kämpft, bereiten andere längst das große Spiel vor. Zeitgleich wird in New York ein überambitionierter NBC-Reporter auf eine ebenso undurchsichtige Mission geschickt: Live-Bericht aus einem drohenden Krisenherd, wo Wahrheit, Täuschung und Timing über Krieg oder Frieden entscheiden. Zwei Männer, zwei Welten – und ein gefährlicher Schnittpunkt an der Kontaktlinie zwischen ukrainischen Truppen und Separatisten. Kurz vor dem ersten Schuss beginnt ein doppeltes Verwirrspiel, das in eine Farce zu kippen droht – oder in eine Katastrophe.Henning Rabe erzählt mit Scharfsinn, schwarzem Humor und dramatischer Zuspitzung eine Agentengeschichte, die mehr ist als ein Spionage-Thriller. Ein wilder Ritt durch Intrige, Ideologie und Irrtum – nah an der Realität, weit entfernt von üblichen Agenten-Klischees.
Mit „Einsatz in Donezk“ hat es Henning Rabe auf unsere Liste der besten Krimis im Juni 2026 geschafft.