Zum Inhalt springen

„Everything I ever saw“ von The Menzingers: Viel gelebtes Leben

The Menzingers Cover

Auch nach 20 Jahren werden The Menzingers immer noch besser. Das neue Album der Working-Class-Punkband kommt mit viel Sozialkritik daher.

Sänger und Gitarrist Greg Barnett sieht wie ein Versicherungsvertreter aus – und für die Attraktivität von The Menzingers ist das nicht ganz unwesentlich. Hymnische Mitsing-Punksongs wie „Chance Encounters“ und „Nobody’s Heroes“, die an US-amerikanische Slacker-Filme mit der jungen Winona Ryder erinnern, gehen eben nur klar, weil der hemdsärmelige Barnett selbst ganz genau weiß, dass er all das längst nicht mehr als Coolness verkaufen kann.

Die Working-Class-Punks aus Philadelphia bringen es mit „Everything I ever saw“ nun schon auf acht Studioalben in gut 20 Jahren – und sie werden immer besser. Ein bisschen Sozialkritik und ganz viel gelebtes Leben mit Kinderkriegen, Scheidungen und noch endgültigeren Verlusterfahrungen liefern überzeugende Textbausteine, abgeschmacktes Songwriting wie in „Other People’s Money“ und „Parade Day“ wird durch Stücke wie „Gasoline & Matches“ und „When she enters my Dreams“ neutralisiert, die auch Springsteen-Fans mitnehmen. Und was heißt überhaupt klargehen? Stand August führt „Romanticism“ die Liste der besten Guilty Pleasures des Jahres 2026 an.

Beitrag teilen:
kulturnews.de
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.