„Fünf Tage im Licht“ von Rhiannon Lucy Cosslett
Bitte nicht vom Cover irritieren lassen: „Fünf Tage im Licht“ von Rhiannon Lucy Cosslett ist sehr viel mehr als ein klassischer Sommerroman.
Ein Blick auf das Cover von „Fünf Tage im Licht“ suggeriert eine oberflächliche Strandlektüre, doch der Schein trügt: Künstlerin Sophie verbringt mit ihren drei Freundinnen einen Sommerurlaub auf der griechischen Insel Sifnos. Dort lernt sie den Griechen Ky kennen und beginnt mit ihm eine heiße Affäre. Ein Spiel mit dem Feuer, denn die Partner der Frauen und so auch Sophies Freund Greg werden in fünf Tagen anreisen. Diesem zunächst simplen Plot unterlegt die Autorin Rhiannon Lucy Cosslett jedoch mit tiefergehenden Reflexionen zu Themen wie Frauen in der Kunst, weibliche Solidarität und Mutterschaft. Die Mutterrolle greift sie auch in kurzen Exkursen zur Kunst auf, mit denen sie eine Brücke zwischen ihrem fiktionalen Plot und der Realität baut.
Doch diese Einschübe behindern leider auch den Lesefluss. Und was sollen die Andeutungen auf zukünftige Ereignisse, die für den Handlungsverlauf eigentlich komplett irrelevant sind? Schade, denn ansonsten gelingen Cosslett tiefenscharfe Szenen, die vor allem von den vielschichtigen Frauenfiguren und deren Beziehungen untereinander profitieren. Der zweite Roman von Rhiannon Lucy Cosslett ist eine Sommerromanze, doch sehr viel mehr noch ist „Funf Tage im Licht“ ein intelligentes und feministisches Werk mit Fokus auf die Kunst.
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