Mdou Moctar
Nordafrikanische Percussion treffen auf Garagenrock: Mdou Moctar entwickelt die Musik von Tinariwen konsequent weiter.

Der nigrische Gitarrist Mdou Moctar ist ein Phänomen, entweder 1984, 1985 oder 1986 geboren – aber das ist völlig unerheblich. Was zählt, ist das Spiel des Mannes, der sich als Teenager seine Gitarre selbstgebaut hat. Im PR-Text zu seinem Album wird die Musik als „Van Halen meets Black Flag“ beschrieben. Man will das schon als Unsinn abtun – bis man den Titelsong gehört hat. „Afrique Victime“ beginnt als druckvoller Blues-Song, dann zieht Moctar das Tempo an, spielt ein atemberaubendes Solo – und die rasiermesserscharfen Läufe erinnern tatsächlich an Eddie van Halen. Hypnotische Gesänge und nordafrikanische Percussion treffen bei Mdou Moctar auf eine Garagenrockband: Das ist die konsequente Weiterentwicklung der Musik von Tinariwen.
Hier geht es zum Jazzthema der Vorwoche: André Nendza – Die perfekte Illusion eines hitzigen Clubgigs
Musik


Im zweiten Anlauf: New Constellations im Interview

Who loves the Sun von CHAT PILE
Hörenswert

The Gem von JULIA JACKLIN
Julia Jacklin arbeitet für ihr neues Album „The Gem“ erstmals mit dem legendären Indie-Label 4AD zusammen. Mehr als ganz nett klingt das aber nur selten.

Stadt aus Gold: TRETTMANNs neue Single erscheint am Freitag
Trettmann bringt mit „Stadt aus Gold" 2027 ein neues Album heraus. Schon jetzt erscheint die erste, deutlich düsterere Single.

Aufstehen, bitte! : Bayonne und die zaghaften Anfänge der Akzeptanz
Roger Sellers alias Bayonne hat eine schwere Zeit hinter sich. Jetzt läuft es hörbar besser – und das könnte an der Katze liegen, mit der er sich regelmäßig trifft.
