Nala Sinephro: Space 1.8
Die belgisch-karibische Multiinstrumentalistin Nala Sinephro kombiniert auf ihrem Debüt „Space 1.8“ leichten Klavierjazz mit Synthie-Funk-Ausflügen.

Gibt es eigentlich schon das Genre „Bedroom Jazz“? In Zeiten, in denen jedes erdenkliche Instrument an ein Laptop angeschlossen werden kann, kann diese doch meist noch immer auf unverstärkte Ensemble-Improvisation setzende Gattung ja durchaus mal zwischen Bett und Lavalampe entstehen. Dass das funktioniert, zeigt nun Nala Sinephro. Die belgisch-karibische Multiinstrumentalistin mit Wohnort London legt mit „Space 1.8“ ihr Debüt vor.
Es ist ein sehr kurzes Album – zieht man den Song ab, der zum Ausklang 18 Minuten Ambientsounds liefert, zu denen sich vortrefflich auf der Couch wegdämmern lässt. Doch diese 26 Minuten haben es in sich. „Space 2“ ist sommerlich leichter Klavierjazz, „Space 3“ ein Synthie-Funk-Ausflug (Flying Lotus im Geiste), und auf „Space 4“ liefert die gefeierte Saxophonistin Nubya Garcia eines ihrer schönsten Soli überhaupt ab. Die 22-jährige Nala Sinephro spielt Synthesizer und Harfe – und nie hat man dieses typische Debüt-Gefühl, dass hier jemand ganz dringend meint, seine Fähigkeiten unter Beweis stellen zu müssen.
Musik

- Storys

Frei und radikal: Actress verneigt sich vor den Geistern der Avantgarde
- Review

Nocturne von WASIA PROJECT: Eine Umarmung der Einsamkeit
Hörenswert

Shygirl ist zurück: Neues Album Swallow! erscheint im November
Die Londoner Künstlerin, zuletzt Support-Act auf Troye Sivans und Charli xcxs „Sweat“-Tour, legt das Erscheinungsdatum ihres neuen Albums vor und startet die neue Ära mit einem kinoreifen Musikvideo.

Bonobo im Interview: Raus aus dem Hamsterrad
Nach 25 Jahren als Bonobo laufen Simon Greens Songs auf TikTok schon als Klassiker. Hat er deshalb gerade sein letztes Album aufgenommen?

Ein echter Songwriter: This is Lorelei im Interview
Das neue Album von Nate Amos alias This Is Lorelei ist das bisher simpelste – und hat genau deshalb am meisten Mühen gekostet.
