„New Avatar“ von Kelela: Weiterentwicklung und Rückbesinnung zugleich
Kelela zeigt mit „New Avatar“ ihre Vielseitigkeit als Sängerin, in dem sie ihre Indieroots mit einem R&B/Dance-Sound kombiniert.

Oberflächlich betrachtet könnte Kelelas Entscheidung, auf ihrem dritten Album verstärkt die E-Gitarre einzubeziehen, als Zugaufsprung gewertet werden – ist dieser Move doch aktuell nur allzu beliebt bei Artists, deren Klubnostalgie sich erschöpft hat. Doch bei Kelela ist nichts oberflächlich, und so ist auch der Sound von „New Avatar“ erstens weiterhin unverkennbar ihrer – und zweitens absolut logisch.
Immerhin hat sie ihre ersten musikalischen Gehversuche mit einer Indieband namens Dizzy Spells gemacht, ehe sie sich R&B und Dance zuwandte. Und so ist „New Avatar“ Weiterentwicklung und Rückbesinnung zugleich: Nachdem „Raven“ von 2023 Abstraktion und Minimalismus auf die Spitze getrieben hat, ist das neue Album klanglich und inhaltlich eindeutiger, ohne die sphärische Losgelöstheit zu verlieren. Kelelas erklärtes Ziel war es, Vorurteile über R&B und Rock sozusagen im selben Atemzug zu widerlegen. Das Resultat klingt allerdings primär weder nach R&B noch nach Rock – sondern vor allem nach ihr selbst.
Musik


Album Club: Herbstlicher Musiktalk über neue Alben

„Wie lange dauert es, bis ich bei mir ankomme?": Nieve Ella über ihr Debüt
Hörenswert

Stereo MC’s auf Celebrating 35 Years Of "Connected" Tour 2027
Ihren Hit „Connected“ gibt es endlich wieder live: Stereo MC’s gehen nächstes Jahr auf Celebrating 35 Years Of „Connected“ Tour.

Warum reden gerade alle über Tinashe?
Hot-Girl-Album mit Selbstzweifeln: Was „Popstar“ von Tinashe so besonders macht.

Brimheim wagt sich auf My Collection an Klavier und Kammerpop
Die färöisch-dänische Künstlerin Brimheim schlägt ein neues Kapitel auf. Im Video von Stine Emil verwandelt sich „My Collection“ in einen hypnotischen Kurzfilm.
