Nick Cave & The Bad Seeds: Let Love in

Liebe ist der Himmel, Liebe ist der Abgrund. Am Anfang fragt er besorgt, aber im Bewusstsein, selbst einen Trumpf im ärmel zu haben: „Do you love me / like I love you?“. Am Ende spart sich Cave den Vergleich, es regiert die Panik: „DO YOU LOVE ME?“. Dazwischen liegen 8 Songs, in denen der Australier das Thema erschöpfend und bis zur Erschöpfung auslotet.
Conway Savages Klavier- und Orgelspiel gibt manchen Songs (wie „Red right hand“ oder „Do you love me?“) eine bebende Spannung, die man zuletzt in „Riders on the storm“ gehört hat. Dazu raunt die Band einen romantisch-morbiden Background-Chor. „Thirsty Dog“, ein makabrer Gruft-Country, schraubt sich – angespornt von überdrehten Drums und Caves manischem Gesang – hoch auf einer Spirale des Irrsinns.
Nick Cave: „Let Love in“ – Eine Spirale des Irrsins
Und die Ballade eines Verlassenen, „Ain’t gonna rain anymore“, ist keine tränenreiche, selbstverliebte Klage, sondern Ausdruck einer Lähmung, eines Betäubtseins jenseits von Schmerz und Wut. Caves Metaphorik spielt dabei mit dem eigenen Image genauso wie mit tradierten Pop-Klischees: Bill Withers verglich umfassendes Liebesleid noch mit dem endgültigen Rückzug der Sonne, Cave kehrt das Bild ins Gegenteil – der Regen versiegt für immer. Eine Platte mit mächtigen dunklen Sounds, voll großer Gefühle und Gesten – so intensiv wie eine Stunde im Himmel und eine in der Hölle.
Musik


Twisted Teens pendeln zwischen Heulen und Heilung
- News

Immer ein Schritt von Streichelt: Mit Melancholie aus der zweiten Reihe
Hörenswert

- Tourneen |
- Live
The Australian Pink Floyd Show 2027 zurück auf der Bühne
The Australian Pink Floyd Show ist zurück.Die aktuelle Show der weltberühmten australischen Coverband lautet „2027 Greatest Hits World Tour“

Hmltd haben ihr drittes Studioalbum Fangs released
Tanzende Vampire, die ihr Spiegelbild suchen: Hmltd meldet sich mit drittem Studioalbum zurück und liefert ein neues elektronisches Konzept.

BEABADOOBEE geht erstmals auf Arenatour
und, ein Gastauftritt und große Arenen: Beababoodee wagt mit ihrem Album „Pylon“ den nächsten Schritt