- Review
Otis Sandsjö: Y-Otis 2
Otis Sandsjö und Petter Eldh nennen ihre Musik „Mauerpark Liquid Jazz“. Dabei ist ihr Jazz viel zu komplex, um zwischen Kiffern und Skatern zu spielen.

Otis Sandsjö und sein schwedischer Landsmann Petter Eldh kennen sich aus in Berlin. Ihre Musik nennen sie „Mauerpark Liquid Jazz“. Die Grünanlage auf dem Gelände des ehemaligen DDR-Todesstreifens ist seit Jahrzehnten ein Experimentierfeld für Musiker*innen aus aller Herren Ländern und Genres. Dabei ist der Jazz der beiden Wahl-Hauptstädter viel zu komplex, um bloß mit ein paar Instrumenten zwischen Kiffern und Skatern aufgeführt zu werden.
Es ist eine lustvolle-schräge Fusion-Melange, die der Saxofonist und der Bassist auf „Y-Otis 2“ in Cut-&-Paste-Manier kreiert haben: Von krummem Swing geht es nahtlos über in Broken Beats und New-Wave-Reminiszenzen. Sandsjö spielt nun vermehrt die Klarinette und beschäftigt auch zwei Flötisten, die für das geniale Querflöten-Loop in „Tremendoce“ verantwortlich zeichnen. Aus der Berliner Jazz- und Impro-Szene gesellt sich Drummer Tilo Weber dazu, für noch mehr flirrenden Übermut sorgt Squarepusher-Keyboarder Dan Nicholls. Nichts für schwache Nerven oder After-Work-Parties.
Musik

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Hörenswert

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