
- Review
Arson Garden: Wysteria
Arson Garden kommen zwar aus Indianapolis, klingen aber wie eine Light-Version des Seattle-Sounds. Nur an den Melodien sollten sie noch ein wenig feilen.

Arson Garden kommen zwar aus Indianapolis, klingen aber wie eine Light-Version des Seattle-Sounds. Nur an den Melodien sollten sie noch ein wenig feilen.

Früher waren sie Wegbereiter des Hardrock, heute eifern sie ihrerseits Vorbildern nach.

Früher waren Söhne anders. Das Tun und Lassen ihrer Väter war ihnen allenfalls Handlungsanleitung fürs Gegenteil. Jason Bonham, Sproß des 1980 gestorbenen Led Zeppelin-Drummers John Bonham, hat derlei nicht im Sinn.

Von den Ambient-Projekten der Achtziger Jahre hat sich der geniale Dilettant Eno entfernt. Seine neue CD liefert unter dem Eindruck urbaner Hektik einen nervösen Soundtrack ohne geschmäcklerische Kompromisse.

Cockburn schüttelt kleine kompakte Lied-Juwelen wie selbstverständlich aus dem Ärmel, und er hat genügend Feingefühl, diese Songs vom Produzentengenie T-Bone Burnett in transparente Arrangements packen zu lassen.

Nach langer Pause erfreut uns der Boß mit 24 Songs auf einmal: "Lucky Town" hat nichts mit der Kargheit von "Nebraska" gemein, ist aber doch intimer als "Human Touch".

Warmer Midtempo-Pop auf Synthesizer-Basis mit starken Songs, erdig-folkigem Gesang und jubilierenden Indianer-Chören.

Frecher Eklektik-Pop der witzigen Art, gut konsumierbar und doch mit einigen tückischen Haken und Ösen.

Technische Probleme hatte Chet nie; die Frage war immer, ob seine Platten von der Lockerheit ins Geleckte kippten. Die Quote diesmal: fifty-fifty.

Headbang aus dem Grenzbereich zwischen Heavy- und Hardrock, der sich auf die Eckpfeiler Donnerbaß, Up-Tempo-Drums und kreischenden Falsettgesang stützt.