- Review
„Start/Stop“ von Tobias Hoffmann Trio: Ein must-hear für Gitarrenfans
Ist Tobias Hoffmann der deutscher Ry Cooder? Jedenfalls kommt er mit „Start/Stop“ dem Gitarrenmeister gefährlich nah und beweist ein einzigartiges Gespür für nebelig-schönen Sound.

Tobias Hoffmann ist an dieser Stelle schon öfter erwähnt worden. Der Kölner Gitarrist (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Saxofonisten) verdient sich die häufige Frequenz mit feinen Instrumentalalben, die selten eindeutig dem Jazz zuzuordnen sind. Das bewiesen Songauswahl (Springsteen, Chris Isaak, Britney Spears) und kreative Arrangements, in denen sich E-Gitarre und E-Bass (Frank Schönhofer) aufs Zärtlichste umschmiegen. Dazu das Schlagzeugkit von Etienne Nillesen, das sich fast vollständig auf die Snare-Drum konzentriert.
Das letzte Album der Drei besteht nun nur aus Eigenkompositionen. „Sich wiederholende tranceartige Riffs oder meditative Akkordstrukturen – das ist mein Ding!“, schreibt Hoffmann. Ein bluesiger Song wie „Green“ legt gar den Schluss nahe, hier wäre ein deutscher Ry Cooder am Werk. Aber das würde zu kurz greifen: Tobias Hoffmann ist ein Meister des Verträumten, Nebelig-Schönen, auf die Essenz Reduzierten; ohne jeden Anflug von Muckerhaftigkeit. Ein must-hear für Gitarrenfans.
Musik


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