„Symba Supermann“ von Symba: Playboys werden gefickt
Auf „Symba Supermann“ irrt Symba gewohnt stilsicher durch Berlin und verliert sich zwischen Designerklamotten, Köfte-Imbiss und Drogen.

Symba ist der Archetyp einer neuen Generation, die vor etwa drei Jahren endlich Vibe in den deutschen Beamten-HipHop gebracht hat: Songstruktur egal, Reime egal, Posen … nicht ganz so egal. Auf seinem Debütalbum „Symba Supermann“ kulminiert der naiv wirkende Style des Berliner Rappers in einer Sammlung von Coming-of-Age-Fragmenten zwischen Designerklamotten, Köfte-Imbiss und Drogen.
Mit einfachen Assoziationen fängt Symba unverkrampft die Gegenwart urbaner Jungerwachsener ein: Die Liebe gibt’s auf Instagram, die Einkäufe kommen per Gorillas, und der Friseur wird mit Paypal gezahlt. Der hedonistische Dauerkonsum wird dabei bis zur totalen Entfremdung überdreht – oder mit Symbas Worten: „Kapitalismus hat Playboys gefickt“. Diese traurige Erkenntnis wird von einer diffusen Melancholie gejagt, die sich trotz des Rapstarlebens auf der Überholspur nicht abschütteln lässt: „Wir sind traurig/warum, weiß ich auch nicht“. Dass der 24-Jährige auf dem Hit „Late Time“ dann unweigerlich an Kid Cudi erinnert und auf „Tamagotchi“ humorig die CDU abblitzen lässt, macht das Album schon jetzt zu einem der spannendsten Rapprojekte des Jahres. Ursprünglich sollte das Album übrigens „Soundcloud Supermann“ heißen.
Musik


Chloe Slater - Riot Youth

Teenage Fanclub will sich klein fühlen – auf gute Art
Hörenswert

- Tourneen
Gregory Porter & Band gehen mit Christmas Wish auf Tour
Gregory Porter & Band auf Christmas Tour 2026 mit 7 Stopps in Deutschland und dem Album „Christmas Wish“ von 2023.

Just getting started: Ronan Keating Live 2027
Ronan Keating hat seine Boyband-Zeit hinter sich gelassen. Mit vier Nummer-1-Solo-Alben im Gepäck geht er 2027 auf Welttournee.

Eels im Interview: Ein ziemlich glücklicher Mann
Eels-Mastermind Mark Oliver „E“ Everett mag ein Melancholiker sein, doch jetzt kontert er sogar die Vergänglichkeit mit Lebensfreude aus.
