That’s why the Lady is a Champ im Kino: Herstory
Christy Salters Martin (Sydney Sweeney) war eine Pionierin im Boxen – doch in diesem Film geht es um weit mehr als nur um Sport.

„Boxing is really not what this movie is about“ sagte Christy Salters Martin in einem Interview über das Biopic, das vor allem ihren Überlebenskampf außerhalb des Rings in Szene setzt. Salters gelang in den 90ern der Durchbruch, wodurch sie den Weg für Frauen im Profiboxen ebnete. Ungesehen von der Öffentlichkeit, war sie Gewalt durch ihren Manager und späteren Ehemann Jim Martin ausgesetzt. Regisseur David Michôd gelingt es, die Geschichten der Boxpionierin und der Überlebenden zu verflechten. Wichtige Kämpfe in Salters’ Karriere sind ausschnittweise und so detailgetreu wie möglich dargestellt, erfüllen aber nahezu immer einen doppelten Zweck. Wenige Worte, Gesten und Blicke zwischen Christy (Sydney Sweeney) und Jim (Ben Foster) entlarven zunehmend Besitzanspruch und Kontrolle. Jim will, dass Christy „weiblicher“ aussieht: Mit jeder Szene werden ihre Haare länger, dann trägt sie Make-up und Kleider statt Jogginghosen. Ihre Homosexualität muss sie um jeden Preis verbergen, auch vor ihrer emotional kalten Mutter, stark gespielt von Merritt Wever.
Foster zeigt Jim als unberechenbare, emotionslose Bedrohung, und Sweeney verkörpert Christys Energie, Trotz und Zerbrechlichkeit meisterhaft, oder wie Salters auf Instagram sagt: ihre „Freundin“ habe sich für ihre Geschichte „den Arsch aufgerissen“. Ob man Sweeney mag oder nicht, ihre Leistung beeindruckt, und der Film verdient ein größeres Publikum. Das Biopic bewegt sich mit kurzen, effektiven Szenen und schnellen Schnitten über die Leinwand. Bedrohliche Momente erhalten durch das Verharren der Kamera mehr Gewicht. Die Nähe zu Salters wahrem Leben erschreckt, besonders beim Ende, aber ihre Resilienz und ihr Mut inspirieren und können hoffentlich manchen Betroffenen von Gewalt einen Ausweg aufzeigen.
Film

Sehenswert

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