The Church: Further/Deeper
Die australischen Poppsychedeliker The Church glänzen mit einem großen Spätwerk.
The Church waren in den 80ern in Australien, was R.E.M. in den USA und The Smiths in England waren: unbestrittene Marktführer im gehobenen Gitarrenpop. R.E.M. wurden Superstars, The Smiths Kult – und The Church vergessen. Doch sie sind als einzige der drei Bands noch immer aktiv. Dabei hat sich der Church-Sound über die Jahre massiv verändert.
Anstelle kompakter Popsongs rückten psychedelische Spielereien und Klangexperimente in den Vordergrund. Jetzt also ein neuer Anlauf, mit einer signifikanten Änderung: An der Gitarre ersetzt Ian Haug (ehemals Powderfinger) das Gründungsmitglied Marty Wilson-Piper, der für Riffs und Melodien zuständig gewesen war. Wie funktioniert das Zusammenspiel mit Peter Koppes, dem Mann für die Gitarrenwälle? Nun: großartig! Die Songs finden exakt das Verhältnis aus großen Melodien und versponnenen Ideen.
Dabei wählt die Band nie den einfachen Weg, sondern entwirft komplexe Klanglandschaften, die durch wunderbare Gitarrenpickings und Steve Kilbeys mal brummelnden, mal klaren Gesang veredelt werden. Das Album zeigt, wie man Gitarrenpop mit progressiven Ideen fusioniert. Ein wunderbares Spätwerk, das zu den Höhepunkten des Jahres zählen wird.
Musik


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