The Dark von CHELSEA WOLFE: Vielfalt der Schatten
Chelsea Wolfe überzeugt mit ihrem mittlerweile neunten Studioalbum „The Dark“ und lotet gekonnt die Nuancen ihrer eigenen Dunkelheit aus.

Chelsea Wolfes Mix aus Gothic-Rock, Doom-Metal und Folk hat noch nie in eine Schublade gepasst. Vielmehr offenbart jede neue Veröffentlichung eine andere Facette der US-amerikanischen Künstlerin. Auf ihrem neunten Album „The Dark“ zeigt sie sich nun von einer sehr ruhigen und reflektierten Seite. Ihre Songs loten die Erfahrung des Verlusts aus – mal verzweifelt im Opener „Cold“, mal wütend im gitarrenlastigen „Seethe“, dann wieder erhaben im Titeltrack. „I need to know who I am without you“, heißt es in „Cold“, ein Song trägt den Titel „Death is not the end“.
Die Botschaft: Diejenigen, die wir verloren haben, bleiben bei uns. Sichtbar wird dieses Motiv im Video zu „Cold“, in dem Wolfe in „The Conjuring“-Manier eine Séance abhält. Obwohl das leicht ins Pathetische abdriften könnte, wirkt ihre Reise durch die Düsternis zu keinem Zeitpunkt unreif oder unglaubwürdig. „The Dark“ bietet ein in sich stimmiges, geradezu geerdetes Gesamtbild. Das wirkliche Alleinstellungsmerkmal bleibt jedoch Wolfes markante Stimme. So ausdrucksstark und eindringlich hat man die Dunkelheit selten gehört.
Musik


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