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Veronika Harcsa / Anastasia Razvalyaeva / Márton Fenyvesi: Debussy NOW!

Dass Debussy auch außerhalb der Klassik die Auseinandersetzung lohnt, steht spätestens seit Bill Evans außer Frage. Doch es ist die spezifische Art, mit der der Impressionist auf „Debussy NOW!“ in die Gegenwart geholt wird, die das Projekt von zahllosen anderen Updates absetzt. Hier stimmt ausnahmsweise der Ausspruch, dass die Summe mehr ist als ihre Teile: Die klassisch ausgebildete Harfenistin Anastasia Razvalyaeva liefert den filigranen Klangteppich, auf dem Veronika Harcsas ungekünstelte Stimme ruhen kann.

Doch diese Kombination wäre nur halb so spannend ohne die elektronischen Verfremdungen des Gitarristen Márton Fenyvesi. Gemeinsam hat das Trio sich an Debussys Liedern entlangimprovisiert und ihnen so ganz neue Aspekte abgetrotzt: „Nuit d’étoiles“ gewinnt eine zittrige Intensität, und das eigentlich kontemplative „La fille aux cheveux de lin“ steigert sich zu einem kosmisch hallenden Finale. Dabei gelingt die schwierige Balance, sodass weder Klassik noch Jazz noch Ambientelektronik jemals auf Kosten der anderen in den Vordergrund drängen.

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