- Review
Autechre: Plus

Warp
ELEKTRONIKA Überraschung: Nur 12 Tage nach „SIGN“ haben Autechre unangekündigt gleich den Nachfolger rausgehauen. Dass es sich bei den beiden Platten um Schwesteralben handelt, verrät nicht nur die Verpackung: Auch einzelne Tracks, darunter „lux 106 mod“, erinnern mit ihren wabernden Klangteppichen an „SIGN“. Zugleich aber ist „PLUS“ schroffer und blecherner, voller hämmernder Drums und metallischem Zischen. Opener „DekDre Scrap B“ erinnert an eine tänzelnde Schrottpresse, während „ecol4“ eine absterbende Ambienteinöde entwirft. Wie bei „SIGN“ macht auch „PLUS“ den Eindruck, als wollten sich Autechre nach den stundenlangen „NTS Sessions 1-4“ von 2018 etwas freier und unbeschwerter bewegen. Direkt melodisch oder tanzbar werden die Tracks darum noch lange nicht. Doch „X4“, das Herzstück des Albums, kommt am nächsten: Hier kann man sogar bittersüßen, minimalistischen Techno heraushören – der so klingt, als würde er in der Waschmaschine der Nachbarwohnung laufen. mj
Musik


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Hörenswert

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