„Wir waren wie Brüder“ von Daniel Schulz: Blühende Landschaften
Mit „Wir waren wie Brüder“ hat Daniel Schulz seine Brandenburger Jugend in einenm autobiografischen Roman verarbeitet.

Erst im Februar hat Rapper Hendrik Bolz, besser bekannt als Testo, in „Nullerjahre“ sein Aufwachsen im Nachwende-Stralsund geschildert. Darin schreibt er: „Es ist 2021, und ostdeutsche Geschichten sind für mich das Spannendste auf der Welt.“ Er kann sich freuen, denn hier kommt schon die nächste: Daniel Schulz, neun Jahre älter als Bolz und taz-Ressortleiter, hat seine Jugend in Brandenburg in einem autobiografischen Roman verarbeitet.
Auch Schulz hat den wirtschaftlichen Verfall erlebt, die Überforderung der Erwachsenen, als die DDR auf einmal weg ist. Und die tief verwurzelten rechtsextremen Strukturen, die für einen Jugendlichen manchmal wie die einzige Perspektive wirken. Anders als Bolz lässt Schulz dabei auch Raum für zartere Gefühle, humorvolle Momente, eine Liebesgeschichte. Doch auch sein Buch ist eine Anklage – an alle, die zugelassen haben, wie der Osten vergessen wurde.
Mit „Wir waren wie Brüder“ hat es Daniel Schulz auf unsere Liste der besten Bücher im April 2022 geschafft.
Literatur


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