„Eine Geschichte der Sehnsucht“ von Ben Shattuck
Wieder geht es bei „Eine Geschichte der Sehnsucht“ von Ben Shattuck um zwei korrespondierende Erzählungen, und wieder sind es nur ganz wenige Buchseiten, die lange nachhallen.
Die Verfilmung von „Die Geschichte des Klangs“ mit Paul Mescal und Josh O’Connor läuft gerade im Kino, schon legt Ben Shattuck mit „Eine Geschichte der Sehnsucht“ nach: Wieder geht es um zwei korrespondierende Erzählungen, und wieder sind es nur ganz wenige Buchseiten, die lange nachhallen.
Beide Texte spielen auf der 125 Quadratkilometer großen Atlantikinsel Nantucket des Bundesstaates Massachusetts, zunächst im Jahr 1796, dann 2008, und mit ihnen verbindet der 42-jährige US-Amerikaner zwei Frauenleben. Wie Shattuck verpasste Lebenschancen, Sehnsucht und Reue fühlbar macht? Mit einer einsamen, unwirtlichen Landschaft, mit einem Dildo aus alten Walfangzeiten und mit der Zeichnung eines Rotkehlchens, an dessen Bein ein blaues Band gebunden ist.
Mit „Eine Geschichte der Sehnsucht“ hat es Ben Shattuck auf unsere Liste der besten Bücher im April 2026 geschafft.