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„Die wundersame Ästhetik der Schonhaltung beim Ertrinken“ von Florian Weber: Schiffbruch mit Lama

Buchcover „Die Wundersame Ästhetik der Schonhaltung beim Ertrinken“ von Florian Weber

Der Beginn des neuen Romans von Florian Weber ist furios: Ein Mann ohne Erinnerung treibt im Meer, neben ihm schwimmen ein Klavier, ein Lama und ein Clown. Erst langsam kommt die Erinnerung zurück: Er heißt Heinrich Pohl, und die Odyssee, die ihn hierher verschlagen hat, nimmt den Großteil des Buches ein.

Mit seinem todkranken Onkel hat Heinrich einen Roadtrip durch die USA gemacht – und dabei natürlich allerhand über das Leben gelernt … Das zweifarbige Cover erinnert sicher nicht grundlos an „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Ähnlich wie Jonas Jonassons Bestseller ist auch das Buch von Florian Weber bemüht originell, irrwitzige Szenarien häufen sich, ein doller Zufall jagt den nächsten. Schon früh ahnen wir, dass alles ganz furchtbar inspirierend enden wird. Doch tatsächlich untergräbt der Schlagzeuger der Sportfreunde Stiller seine Botschaft auf unerwartete Weise, die wir leider nicht verraten können, ohne zu spoilern. Nur: Wer den ach so spritzigen Beginn des Buches genossen hat, wird diese Wendung eher als Zumutung empfinden. Und alle anderen haben da schon längst das Handtuch geworfen …

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