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„Placebo RE:CREATED“ von Placebo: Endlich vollendet?

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Drei Jahrzehnte nach der Veröffentlichung hat sich Brian Molko im Verbund mit Produzent Rob Kirwan an eine Art Director’s Cut des Placebo-Debüts gewagt.

Bei Licht betrachtet ist natürlich der Nachfolger „Without you I’m nothing“ aus dem Jahr 1998 das beste Placebo-Album aller Zeiten, doch das noch deutlich rauere Debüt liegt fast gleichauf. Drei Jahrzehnte nach der Veröffentlichung hat sich Brian Molko nun im Verbund mit Produzent Rob Kirwan an eine Art Director’s Cut gewagt. „Für uns ging es darum, das Album endlich zu vollenden, es klanglich ins 21. Jahrhundert zu holen und gleichzeitig Integrität und Geist des Originals zu bewahren“, erklärt der Placebo-Sänger das Projekt.

Tatsächlich aber ist „Placebo RE:CREATED“ eine Verschlimmbesserung, sind es doch nicht zuletzt der Charme des Unperfekten, die noch fehlende Erfahrung und das geringe Studiowissen der jungen Band, die das Debüt so herausragend gemacht haben. Wer außer die Egos von Molko und Olsdal braucht diese cleane Neubearbeitung? Gerade die Nachbesserungen bei Gesang und Gitarrensound zerstören Hits wie „Bionic“, „36 Degrees“ und ganz besonders „Nancy Boy“, den (zumindest bis „Placebo RE:CREATED“) besten Placebo-Song aller Zeiten.

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