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„Rheinland Grapefruit. Mein Leben“ von Rainald Grebe: Der Tod wippt sacht mit der Hüfte

Buchcover „Rheinland Grapefruit. Mein Leben“ von Rainald Grebe

Auf seinem im Februar 21 erschienen Album „Popmusik“ singt Rainald Grebe im Song „Der Tod“ gegen Ende: „Der Tod wippt sacht mit der Hüfte/See you soon see you soon“. Anfang Mai sagte der Musiker und Kabarettist seinen Fans in einem Interview mit der Berliner Zeitung schon in der Überschrift: „Ich schaue, wie lang ich noch mache. Ich bin ein bisschen krank“

Es ist Vaskulitis: Das Immunsystem greift die Gefäße an, schwere Organschäden können die Folge sein. Rainald Grebe hat wiederholt Schlaganfälle erlitten – bis jetzt zum Glück nur leichtere. Dennoch ging er von Mitte Februar bis Anfang April in Brandenburg in die Reha – Logopädie, Gleichgewichtsübungen, neurologische Tests: das ganze Programm und jeden Tag.

Die Autobiografie von Rainald Grebe ist so emotional wie sonst noch nichts vom Berserker am Klavier

Doch Grebe konnte auch in der Reha nicht untätig sein, sondern hat eine wunderschöne Autobiografie geschrieben, die teils skurrile Erlebnisse in der Klinik mit Kindheits- und Jugenderinnerungen sowie Stationen seiner Bühnenkarriere verschränkt. „Rheinland Grapefruit. Mein Leben“ ist so kurzweilig wie ein Grebe-Konzert, so weltumspannend wie Grebes Alben und so emotional wie sonst noch nichts vom Berserker am Klavier. Ab März will Rainald Grebe wieder mit „Das Münchhausenkonzert“ auf Tour gehen. Das geplante große Waldbühnen-Spektakel „Halleluja Berlin“ musste allerdings auf 2023 verschoben werden.

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