
Gefährliche Gefühle
Seine unheilvollen Begierden lebt Mike Hadreas als Perfume Genius aus – weil er hofft, sie im Songformat kontrollieren zu können.

Seine unheilvollen Begierden lebt Mike Hadreas als Perfume Genius aus – weil er hofft, sie im Songformat kontrollieren zu können.

Die Musik von Lavalle lässt sich am ehesten der Neoklassik zuordnen, dabei sind die Stücke des Pianisten so eingängig wie längst liebgewonne Popsongs.

Mit „Starz“ besinnt sich der Emorap-Pioneer Yung Lean auf HipHop – doch auch hier weitet er seine Musik mit Shoegaze-Anklängen und Pop-Eingängigkeit aus.

Keine Angst: Das erste Neubauten-Album seit zwölf Jahren, zudem ausgerechnet zum Jubiläum, ist natürlich nicht so plump resümierend, wie der Titel klingt.

Wie schon den Vorgänger spielte Verneri Pohjola „The Dead don’t dream“ mit alten Bekannten ein. Komplex und zugänglich, elegant und wunderbar durchhörbar.

Julia Marcell verliert sich über weite Strecken in Pathos und Kitsch. Bitte in der Gruft versenken und auf die Auferstehung der Künstlerin hoffen.

„Warnings“ mag wie der Soundtrack zu einem fiktiven Film klingen, doch entgehen I Break Horses der Melancholie-Falle mit gezielten Störungen.

Auf Album Nummer drei nimmt die kolumbianische Sängerin ihre Heimat ins Visier – mit Selbstliebe und Empowerment.

Verlust ist allgegenwärtig auf diesem Album: Eine erstarrte Meditation und eine zögernde Erklärung der Hoffnung.
