- Review
„The Shieling“ von Fergus McCreadie
Es mag ein Klischee sein, aber die schroffe Schönheit der Natur kann man tatsächlich hören in den Songs des schottischen Pianisten.

Ein Shieling ist eine einfache, aus Torf erbaute Hütte, die sich tausendfach in den schottischen Highlands findet. Eine raue Landschaft, die den passionierten Wanderer Fergus McCreadie immer wieder aufs Neue inspiriert. Es mag ein Klischee sein, aber die schroffe Schönheit dieser Natur kann man tatsächlich hören in den Songs des schottischen Pianisten. McCreadies fünftes Album ist sein bestes Werk bislang – es scheint, als müsse er sich endlich nicht mehr beweisen, nicht mehr vorführen, wie viele Töne er in kürzester Zeit spielen kann.
In „The Shieling“ kommt all das zusammen, was McCreadies Talent ausmacht: technische Raffinesse, Melodieseligkeit und das brillante Zusammenspiel mit seinem langjährigen Trio. Produzentin Laura Jurd sorgt für einen dichten, warmen Klang und lässt die Musik doch atmen. McCreadies Vorliebe für schottische Folklore ist jedem Song anzumerken, ob dem rasenden „Ptarmigan“ oder dem atemberaubend melodischen „Fairfield“. Wer sich für Pianojazz interessiert, kommt um Fergus McCreadie nicht mehr herum.
Musik


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