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„Drama endet nie“ von Fatoni: Wo bleibt das Haus am See?

Cover von „Drama endet nie“: Fatoni sitzt nachts im Raumanzug in einem Bushaltestellenhäuschen.

Faschos, Millardäre und die KI – genug Gründe, um ein wütendes Album zu schreiben. Dabei verarbeitet der Meisterzweifler Fatoni mit „Drama endet nie“ doch eigentlich eine Trennung.

„Alles neu“ versprach Peter Fox 2008 im Opener seines legendären Albums „Stadtaffe“ und verpasste dem deutschen Pop mit seiner darauffolgenden künstlerischen Häutung eine überfällige Frischzellenkur. Fast 20 Jahre später beginnt nun Fatoni sein neues Album „Drama endet nie“ mit selbigem Titel: „Alles neu“. Und tatsächlich ist auch die Platte des Meisterzweiflers aus Schwabingen eine Häutung. Was auf den foxschen, von Grungegitarren und Streichern gerahmten Opener folgt, ist ein wütender Rundumschlag. Gegen Faschos („Nachos“), Milliardäre („Geld ist geil“) und die KI („Wann werde ich endlich ersetzt?“).

Die anfängliche Krawalllaune weicht aber schnell einer uneitlen Nabelschau, widmet sich Fatoni doch im Folgenden einer Trennung und dem „Klarkommen mit seiner eigenen Ersetzbarkeit“. Obwohl er mit dem klamaukigen „Vespa“ den Erwartungen an ein Fatoni-Album — es solle politisch, reflexiv und smart sein — kurz zu entfliehen versucht, erfüllt es doch eben diese. Exemplarisch dafür etwa der Erich Fromm zitierende Song „Symptom“ mit Maeckes oder das fantastische Duett mit Mine, das elegant vom Scheitern einer Beziehung erzählt und fragwürdige Männlichkeitsmuster offenlegt. Drama, wohin das Album reicht. Ganz eigentlich will Fatoni doch aber auch bloß mit seinen Freund:innen an einem Haus am See sitzen („Moment“). Peter Fox müsste man sein …

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