„My new Band believe“ von My New Band Believe: Akustik trifft Theatralik
Neue Musik von Cameron Picton: Nach Black Midi geht es mit dem neuen Namen My New Band Believe und einem gleichnamigen Debütalbum los.

Nach Geordie Greep veröffentlicht das zweite ehemalige Black-Midi-Mitglied ein Soloalbum – nur dass auf dem Cover nicht Cameron Pictons Name steht, sondern der seines neuen Projekts. Das ist nicht der einzige Unterschied zu Greeps „The new Sound“ von 2024, fasst Pictons Ansatz aber ganz gut zusammen: Schon bei Black Midi war er nur der zweite, zurückhaltendere Frontmann, und mit diesem Album setzt er noch stärker auf Zwischentöne – vor allem dank der Entscheidung, die akustische statt die elektrische Gitarre ins Zentrum zu rücken, die er mit der Virtuosität eines Bert Jansch bearbeitet.
Dazu kommen die Streicher und Holzbläser der anderen Musiker:innen, zu denen auch Mitglieder von Caroline gehören, und tatsächlich klingt „My new Band believe“ stellenweise wie eine schnellere, proggige Version von „Caroline 2“ aus dem letzten Jahr. Und dann wieder ganz anders, denn Picton teilt mit Black Midi und Greep weiterhin die Liebe zur Theatralik: Er fühlt sich in Figuren ein und erzählt mal mehr, mal weniger abstrakte Geschichten über Rachefantasien („Target Practice“) und Verrat („One Night“). Wenn die frühen Pink Floyd, King Crimson à la „I talk to the Wind“ und, na ja, Black Midi gemeinsam ein anarchistisches Musical geschrieben hätten – so ungefähr würde es klingen.
Musik


Jigitz beweist mit 50 Ballerinas: Electro kann auch zart sein
- Tourneen

Fluppe auf Tour: Mit Poesie Richtung Weltuntergang
Hörenswert

Shinier World Tour: Art Garfunkel kommt nach Hamburg
Im Rahmen seiner Shinier World Tour ist Musiklegende Art Garfunkel auf Welttournee. Im Oktober spielt er in der Elbphilharmonie.

Dad Harmony: Schwedische A-cappella-Väter auf Tour
Es begann auf einem Junggesellenabschied, heute haben Dad Harmony Fans auf der ganzen Welt. Jetzt kommen die Schweden nach Deutschland.

Fast am Altar: Blondshells Fur Elise
Manchmal ist die schönste Metapher eine, die eigentlich gar nicht passt. Mit „Fur Elise“ veröffentlicht Blondshell alias Sabrina Teitelbaum einen Song, der klingt wie die vorletzte Szene eines Coming-of-Age-Films.
