„Schläge“ von Lidia Yuknavitch
„Schläge“ von Lidia Yuknavitch ist ein fragmentierter, furchtloser und feministischer Blick auf die Jämmerlichkeit und Gewalt in der Welt.

Heldenhaftes sucht man im neuen Erzählband der US-amerikanischen Schriftstellerin und Literaturdozentin Lidia Yuknavitch vergeblich. „Schläge“ ist ein fragmentierter, furchtloser und feministischer Blick auf die Jämmerlichkeit und Gewalt in der Welt. Die Figuren: Bettler, Sexarbeiterinnen, Drogenabhängige. Die Schauplätze: McDonald’s-Drive-In, Organhandelmilieu, Schlauchboote im Mittelmeer.
In „Cosmos“ baut der Hausmeister eines Planetariums Städte aus Müll, den Teenager hinterlassen. Partner und Liebhaber treffen in ihrer Wut schlechte Entscheidungen und bestrafen oder verdammen sich damit selbst. Menschen verzweifeln an körperlicher Leidenschaft, die sie nicht verstehen. Aber auch wenn die Autorin über Gefangensein, Trauer und die quälende Beziehung zum Körper schreibt, geht es doch letztlich um Heilung: ehemalige Junkies, die jetzt clean sind, ein Mann, der sich an ein Leben ohne Auge und ohne seinen Ehemann gewöhnt, ein Boxer, der nach einem Schlaganfall um seine Genesung kämpft, eine junge Frau und gute Schwimmerin, die als Flüchtling einen Blick auf die Küste erhascht.
Lidia Yuknavitch zählt zu den herausragenden neuen weiblichen Stimmen der amerikanischen Literatur. Sie ist preisgekrönte Autorin mehrerer Romane, Kurzgeschichten und des gefeierten Memoirs „In Wasser geschrieben“. Zu ihren Fans zählen etwa Rebecca Solnit und Roxane Gay. Ihr TED-Talk „The Beauty of Beeing a Misfit“ wurde mehr als 2 Millionen Mal angeschaut. Lidia Yuknavitch lehrt an der University of Oregon Kreatives Schreiben, Literaturwissenschaft und Womens Studies. Sie ist eine hervorragende Schwimmerin.
Literatur


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