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„The Mirror“ von Buck Meek: Willkommene Wärme

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Buck Meek feiert die Liebe mit der ihm eigenen Wärme und Sanftheit. Das kommt gerade recht.

Ist es unfair, Buck Meek immer mit seiner Rolle als Gitarrist von Big Thief zu assoziieren? Wenn, dann hätte Meek wahrscheinlich seine Bandkolleg:innen James Krivchenia und Adrianne Lenker nicht so bereitwillig auf sein viertes Album eingeladen. Und so klingt „The Mirror“ mehr als seine vergangenen Soloausflüge, darunter „Haunted Mountain“ von 2023, nach Big Thief: erdig, ehrlich und knarzend – aber mit Meeks unverkennbarem texanischem Zungenschlag, gekoppelt mit einer Wärme und Unschuld, die ganz seine eigene ist.

Kein Wunder, ist „The Mirror“ doch eine sanfte und staunende Feier der Verliebtheit: „Will it be me/Or will it be her/To say ,I love you‘ first?“, fragt Meek im Opener, während hektische Gitarren und Drums eine atemlose, schwindelnde Atmosphäre erzeugen. Natürlich ist Buck Meek viel zu reflektiert, um sich in Friede-Freuer-Eierkuchen-Bequemlichkeit zu verlieren: In der Single „Ring of Fire“ ist die Zweisamkeit umso mehr wert, weil sie einen Kontrast zum Tourleben darstellt, und in „Can I mend it?“ fragt sich Meek, wie er eine zerbrechende Beziehung kitten soll. Trotzdem: Für die Verhältnisse eines Singer/Songwriters von Meeks Kaliber ist „The Mirror“ eine überraschend harmonische, hoffnungsvolle Platte. Das ist aktuell sehr willkommen – gerade, weil sich Big Thief auf ihrer letzten Platte ein wenig vom melodischen Songwriting verabschiedet haben.

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