Twisk: Intimate Polity
Auf „Intimate Polity“ pfriemelt das Hamburger Trio Twisk Songs zusammen, die mit ihrem disharmonischen Harmoniegesang auch nach Brighton passen würden.

Dass man mit den bewährten, einfachen Mitteln des Postpunk – sprich Gitarre, Bass, Drums und melodiearmem Gesang – nach wie vor Interessantes hervorbringen kann, beweist aktuell vor allem die junge britische Szene. Aber auch in Deutschland lebt der Traum von der spannenden Gitarrenmusik weiter, etwa in den verschlungenen Hirnwindungen des Hamburger Trios TWISK. Luka Lenzin, Mario Schöning und Lennart Thiem pfriemeln Songs zusammen, die mit ihrem disharmonischen Harmoniegesang und kryptischen Slogans auch nach Brighton passen würden. Wie TWISK betonen, hat dabei keine Stimme, kein Instrument Vorrang. Das ist angenehm demokratisch, wenn es auch stellenweise etwas mathrock-sperrig klingt. Ein Überhandnehmen der verkopften Musik vermeidet das Trio durch klare Ansagen nach dem Credo, dass das Persönliche politisch ist: Eine Zeile wie „Heal me from dysphoria“ („The News“) ist damit auch eine Forderung nach mehr Inklusion, Offenheit und Freiheit. Mit anderen Worten: Punk.
Musik


Jigitz beweist mit 50 Ballerinas: Electro kann auch zart sein
- Tourneen

Fluppe auf Tour: Mit Poesie Richtung Weltuntergang
Hörenswert

Shinier World Tour: Art Garfunkel kommt nach Hamburg
Im Rahmen seiner Shinier World Tour ist Musiklegende Art Garfunkel auf Welttournee. Im Oktober spielt er in der Elbphilharmonie.

Dad Harmony: Schwedische A-cappella-Väter auf Tour
Es begann auf einem Junggesellenabschied, heute haben Dad Harmony Fans auf der ganzen Welt. Jetzt kommen die Schweden nach Deutschland.

Fast am Altar: Blondshells Fur Elise
Manchmal ist die schönste Metapher eine, die eigentlich gar nicht passt. Mit „Fur Elise“ veröffentlicht Blondshell alias Sabrina Teitelbaum einen Song, der klingt wie die vorletzte Szene eines Coming-of-Age-Films.
