„Ausradiert“ von Percival Everett
Im Original ist der Roman bereits 2001 erschienen – doch auch nach 25 Jahren ist „Ausradiert“ von Percival Everett noch brandaktuell.

„Ausradiert“ von Percival Everett ist unsere Buchempfehlung der Woche.
Aktuell führt kein Weg an Percival Everett vorbei, wenn es um subtile Auseinandersetzungen mit dem Rassismus der USA geht. Sein Roman „Ausradiert“ ist bereits 2001 erschienen, doch nicht nur dank der Verfilmung „American Fiction“ aus dem Jahr 2023 hochaktuell: Thelonious Ellison, von allen nur Monk genannt, will kein Schwarzer Autor sein, sondern einfach nur Autor.
Doch niemand liest seine obskuren, postmodernen Bücher. Als seine Schwester stirbt und seine Mutter an Demenz erkrankt, muss Geld her – und Monk schreibt, eigentlich nur zum Scherz, einen abgrundtief klischeehaften Ghettoroman. Natürlich wird der nicht nur zum Verkaufsschlager, sondern auch für einen Preis nominiert, bei dem Monk in der Jury sitzt. Halb beißende Satire, halb tragische Familiengeschichte, ist „Ausradiert“ selbst der beste Beweis dafür, dass die Welt sehr wohl bereit ist für komplexe, fordernde, tiefgründige Schwarze Literatur.
Mit „Ausradiert“ hat es Percival Everett auf unsere Liste der besten Bücher im Mai 2026 geschafft.
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